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Gebrauchssteine - Gedenksteine

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Steine als Gedenksteine sind vor allem Informationsträger. So sind sie ein "Ort" für eine ideelle Botschaft, fügen aber der übermittelten Information durch ihre Stofflichkeit und Gestalt einen Empfindungsgehalt hinzu. Dem Anlass entsprechend sollen sie imponieren durch Massigkeit, Größe oder ein eindrucksvolles Gefüge.
Sie benötigen eine natürliche oder gestaltete Fläche zur Beschriftung.

Zuweilen gibt es Monumente, die dem Stein zusätzlich eigene symbolische Bedeutung verleihen  -  wie es beispielsweise in dem Steinkreis auf dem Aschberg (Hüttener Berge) der Fall ist. Hier sind 20 polierte Granitquader im Kreis positioniert und sollen 20 Gemeinden symbolisieren, die sich im Rahmen des Naturparks Hüttener Berge zusammengeschlossen haben. Der einzelne Quader bekommt eine Art Stellvertreterfunktion.
   
   
Wenn  -  wie hier auf diesem Gedenkstein an der A24 (Hamburg - Berlin) nahe der ehemaligen innerdeutschen Grenze -  die geschriebene Information lediglich in einer Jahreszahl besteht, wird beim Betrachter vorhandenes Wissen vorausgesetzt. Unter Umständen wird ein frühes Vergessen in Kauf genommen.
Vielleicht war es damals auch nicht möglich oder gewollt, (gemeinsame) Worte für den Anlass dieses Gedenkens zu finden.
 
Dieser schöne Migmatit kam vermutlich bei Erdarbeiten für die Autobahntrasse ans Tageslicht und erinnert nun an den Bau der Autobahn.
Immerhin wurde er auf diese Weise vor der Zerstörung geschützt und bewahrte nahezu ungestört seine Naturform.
   
   
   
Auch dieser Gedenkstein erinnert an die Fertigstellung einer Straße  -  an einen Teilabschnitt der lange umstrittenen Ostumgehung der Stadt Flensburg im Jahr 2006.  
Stein- und Wappenfarben stimmen überein: es ist ein rötlicher Småland-Granit. Ein leicht deformierter Granit - mit unscharfen Korngrenzen, zu Schlieren vereinigtem Biotit, Hämatisierung in den Haarrissen im Feldspat, blaugrauem Quarz und wenig weißgrünlichem Plagioklas.
Ein festlicher, frischer Eindruck  -  solange Verwitterung und Flechtenwuchs den Stein unangetastet lassen.
   
   

Weitere Beispiele für Gedenksteine:

- Ein Krieger-Ehrenmal von 1851

  Die polierte Fläche zeigt einen schönen porphyrischen Granit unbestimmter Herkunft. Hier und da rot umsäumte, grauviolette Kalifeldspäte in einer alterierten Grundmasse.
Das Ehrenmal befindet sich auf dem Historischen Friedhof der Stadt Flensburg. 
   


- Ein Krieger-Ehrenmal von 1864 

  Der dekorative granatreiche Migmatit steht nicht weit von dem vorigen großen Gedenkstein.
 

- Ein Erinnerungsstein an die 1973 verabschiedete Flensburger Strassenbahn 

 

Ein bunter Granit mit großen, roten Kalifeldspäten (z. T. haben sie gelbe Säume), bläulichem Quarz, gelbem Plagioklas und in kleinen Aggregaten versammeltem Biotit. Er sieht dem rosa Växjö-Granit vom Eiszeit-Haus recht ähnlich, zeigt gleichzeitig aber auch Merkmale, die ihn in die Nähe des Barnarp-Trikolore-Granits aus einer Gegend etwas weiter nordwestlich stellen.

Der Gedenkstein steht nahe dem früheren Depot Ecke Apenrader Strasse/Werftstrasse. 


 

Gedenksteine im Kreis Schleswig-Flensburg

- Der Wappenstein von Tarp

Tarp Gedenkstein a Tarp Gedenkstein b Tarp Gedenkstein c

Ein besonders schöner Findling steht nahe dem Ortseingang in der Flensburger Straße in Tarp. Die meisten Vorbeifahrenden werden lediglich das blau-goldene Ortswappen wahrnehmen. Wer sich aber die Mühe macht, ihn genauer anzuschauen, wird belohnt:
Es ist ein sehr granatreicher, weißschlieriger Amphibolit, ebenmäßig gemustert.

   
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