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Gesteine

Magmatite | Metamorphite | Sedimentgesteine | Leitgeschiebe | Findlinge | Gebrauchssteine | Strandsteine

Im Fortgang der Erdentwicklung wandelt sich der Charakter der Gesteinsbildung.
In der Erdfrühzeit entstehen rein kristalline Gesteine, granitartige Gesteinstypen. Die ältesten sind nur in metamorpher Form erhalten  -  umgewandelt auf Grund tektonischer Vorgänge.
Die Verwitterung des entstandenen Kristallins schafft neue Gesteinsarten: Sedimentgesteine. In ihnen kann die Lebensentwicklung Platz greifen. Ihre ältesten Zeugnisse sind Spurenfossilien in Sandsteinen.
Das Auftreten des Calcits in der Erdentwicklung ermöglicht eine Fülle neuer Lebensformen und führt zur Ablagerung umfangreicher Kalksteinvorkommen.
Zu den jüngsten Gesteinen zählen weniger verfestigte, sandig-tonige Gesteine, oft reich an Fossilien.
 
Am Ostseestrand begegnen wir einer verwirrenden Fülle buntgemischter Strandsteine.

Oft ist erkennbar, dass sie aus verschiedenen Mineralen zusammengesetzt und sehr unterschiedlich strukturiert sind.
Sie entstammen den verschiedenen Epochen und tektonischen Bildungen der skandinavischen Erdgeschichte und spiegeln diese in einer großen Vielfalt wider. Das macht die steinigen Strände der Ostsee  -  so wenig geliebt diese von Bade-Fans sind  - zu einer Fundgrube für petrographisch Interessierte   -  und zu einer Besonderheit weltweit!
Erstarrungsgesteine (Magmatite), Ablagerungsgesteine (Sedimentite) und Umwandlungsgesteine (Metamorphite) können in vielen Abwandlungen studiert werden.
 

bunter Geröllstrand in Elmenhorst bunter Geröllstrand bei Elmenshorst bunter Geröllstrand bei Habernis
bunter Geröllstrand bei Westerholz bunter Geröllstrand bei Varnaes bunter Geröllstrand bei Varnaes

 

 
Manche der Gesteinstypen sind so charakteristisch und unverwechselbar  -  und entstammen zudem einem bekannten, eng begrenzten Ursprungsgebiet, dass sie ein "Leitgeschiebe" darstellen. Das will sagen: sie weisen auf Transportwege durch das Eis hin  -  umso mehr wenn sie Teil von "Geschiebegesellschaften" sind.
Diese fast biographische Eigenschaft eines Geschiebes wird umso spürbarer je größer der durch das Eis geformte und viele hundert Kilometer weit verlagerte Stein ist. Größere Findlinge sind mit Recht unter Schutz gestellt und werden gern in Findlingsgärten zusammengetragen und erklärt.
Früh schon hat der Mensch gelernt, aus den Eigenschaften der Steine in unterschiedlicher Weise Nutzen zu ziehen und hat sie zu Gebrauchssteinen gemacht. 
 
 
Wer sich vertiefend mit der großen Vielfalt der bei uns angelandeten skandinavischen Gesteine beschäftigen  - und sie möglicherweise identifizieren und hinsichtlich ihrer Herkunft zuordnen möchte, sei verwiesen auf die Online-Bilddatei
http://www.skan-kristallin.de/.