Gesteine - Findlinge - in Schleswig-Holstein
- Der Düwelstein bei Großkönigsförde |
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Die Heimatregion des Großgeschiebes liegt in Südschweden. Das Gefüge gleicht grobkörnigen, leicht alterierten, hellen
Småland-Graniten, mit grauvioletten Kalifeldspäten, roséfarbenem
Plagioklas, grauem Quarz
und viel verstreutem Biotit. Das kleine Probenstück (rechts) tauchte
kürzlich in einer alten Sammlung auf (jetzt Sgl. Eiszeit-Haus
Flensburg).
Wie zu allen bemerkenswerten Findlingen südlich in der Ostsee existiert
auch zum Düwelstein eine Geschichte, die seine rätselhafte Herkunft
erklärt.
„Einer alten Sage nach soll der Teufel persönlich einst den Stein
geworfen haben, um die Gettorfer Kirche zum Einsturz zu bringen, da er
mit dem Bau dieser nicht einverstanden war. Der Findling verfehlte knapp
sein Ziel, jedoch wurde der Gettorfer Kirchturm durch den Luftzug, den
der Stein im Flug erzeugte, schief und das ist er bis heute noch“.
(Quelle: www.amt-daenischer-wohld.de)
- Der Wandhoff-Findling bei Malente | ||||
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Er ist der unbestrittene König im Findlingsgarten von Kreuzfeld bei Malente. Das massige Großgeschiebe wurde 1983 in der benachbarten Kiesgrube freigelegt und sieben Jahre später als Mittelpunkt des neuen Findlingsgartens auf sein jetziges Podest gehoben, in der originalen Ausrichtung. Mit rund 125 Tonnen Gewicht ist er der zweitgrößte bekannte Findling in Schleswig-Holstein. |
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Abb. 1 Der Findlingsgarten an einem frühen Novembermorgen |
Zeitweise war der riesige Stein aus
den Eismassen befreit und lag offen, den
sandigen Winden ausgesetzt. Der Windschliff kam zum
Gletscherschliff hinzu und formte aus der oval gerundeten
„Spitze“ eine gekantete Spitze. Der Findling wurde zum
„Windkanter“ (Abb. 7 und 8). |
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Wo kam er aber überhaupt her? |
- Der Findling von Welmbüttel | |||
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- Der Findling von Steinfeld | ||
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- ein Großgeschiebe auf der Insel Sylt | |||
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Auf dem Parkplatz des kliffnahen Restaurants Sturmhaube in Kampen bekam dieser Findling einen gut wahrnehmbaren Platz. Das läßt ihn häufig zum Treff- und Ausgangspunkt anberaumter naturkundlicher Führungen werden... | ||
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Aus den Infos der Gemeinde Kampen [http://www.kampen.de/Natur-Tradition/Sehenswertes]
geht hervor, dass der Block ca. 20 t schwer ist und eine Höhe
von fast 3,5 m hat. Er wurde 2005 am Strand neben einer Buhne
gefunden. Näheres Hinschauen weist einen Gneisgranit aus (d. i. ein grobkörniger Granit, dessen magmatisches Gefüge durch eine begonnene Metamorphose "deformiert" wurde). Interessant eine Reihe von Meißellöchern im oberen Teil, die belegen, dass ein Versuch, ihn zu spalten, abgebrochen wurde. |
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- der Hauptstein des "Gulde Thing" | |||
Etwas südlich des kleinen Ortes Gulde (NW
Kappeln) wurde aus privater Initiative der Nachbau einer
altgermanischen Thingstätte durchgeführt (2003 eingeweiht). Die
historische Authentizität der Anlage wird kontrovers diskutiert,
gleichwohl sind die Steinsetzungen sehenswert. Weitere Informationen unter: http://www.thingplatz-gulde.de/ |
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Blickfang und Hauptstein ist ein knapp 20 t schwerer Findling. Es handelt sich um einen schön gemaserten Bändergneis. Nachfolgend Bilder einiger weiterer Steine... |
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- ein Eiskanter am Waldmuseum Burg | ||
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Das Naturerlebniszentrum in Burg bietet
viele Begegnungsmöglichkeiten, Infos und Aktivitäten zum Thema
Waldlandschaft, Waldökologe und Waldpflege. Es kommt aber auch die Geologie zu Wort (Thema Landschaftsentstehung und Eiszeit), sowohl im Waldmuseum selbst als auch im Außengelände. |
Auf der Infotafel zum Thema "Weichsel-Kaltzeit"
bei der Geschiebe-Sammlung in der Außenanlage des Museums ist zu
lesen: "Granitgneis von Fehmarn - Dieser 5,4 t schwere Findling wurde durch die weichselzeitlichen Gletscher nach Fehmarn verfrachtet. Als Herkunftsort kann Südschweden angegeben werden. Von Puttgarden wurde er 1972 zum Gebäude des Geologischen Landesamtes in Kiel-Wik transportiert. 1999 wurde der Findling von dort aus auf einem Tieflader des THW (Burg/Dithm.) nach Burg gebracht. Neben seiner Größe stellt bei diesem Findling die Kritzung der Gesteinsoberfläche eine Besonderheit dar. Durch die im Eis mitgeführten Erosionswaffen (Steine usw.) wurden dem Findling Gletscherschrammen ("Kritzen") eingefräst, die noch heute erhalten sind. Seine auffallend keilförmige Gestalt erhielt er durch Gletscherschliff. Während des Transports wurden die Seitenflächen des Findlings am Grunde des Gletschers vom liegenden Gestein abgerieben." |
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- die "Seekiste" von Katharinenhof | ||
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Dicht vor dem Strand von Katharinenhof im Osten der Insel Fehmarn liegt dieser ca. 22 t schwere Findling - ein länglicher, waagerecht ausgerichteter Geschiebeblock, der tatsächlich etwas kistenartiges hat. Man kann ihn nicht immer einigermaßen trocken erreichen - und wenn, gibt der fast lückenlose Flechtenbewuchs wenig vom Gesteinsgefüge preis. Zu ahnen ist ein sehr grobkörniger, rötlicher Granit, der von roten Feldspatadern durchzogen wird. | ||
Findlinge
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